LANGER TAG DER STADTNATUR

05.06.2018
Vorschaubild : LANGER TAG DER STADTNATUR

LANGER TAG DER STADTNATUR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Roggen auf dem "Todesstreifen"

"Gemeinschaftsgarten im NiemandsLand"
mit einer wesensgemäßen Bienenhaltung

Informationen und Gespräche

 

Sa.16.06.018, 15:00 - 20:00 Uhr *Führung um 15.30 und 18.30
So.17.06.018, 12:00 - 17:00 Uhr *Führung um 13.00 und 16.00
*Treffpunkt FÜHRUNG am Eingang der Kapelle

 

Stiftung Berliner Mauer und 
Lebenswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin,
Fachgebiet Acker und Pflanzenbau,

Projekt der Evangelischen Versöhnungsgemeinde mit Michael Spengler / denkwerk

"Metapher für die Kultivierung des Geländes des Todesstreifens und seiner Aneignung durch die Versöhnungsgemeinde seit 1989".

 

Leitung:  Rainer Just,
Pfarrer Thomas Jeutner, Carlo Wolf-Gersdorff

Für: Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche, Familien, Erwachsene

 

Es begann mit Lupinen, im Frühjahr 1990 durch die DDR-Bürgerbewegung ausgesät  - das Leben kehrte symbolisch in den Todesstreifen der Mauer zurück.


Seit 2005 baut die Versöhnungsgemeinde mit den beteiligten Partnern, der Gedenkstätte Berliner Mauer und Lebenswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Fachgebiet Acker und Pflanzenbau, Roggen an. Eine Projekt-Idee von Michael Spengler/DENKWERK aufnehmend, der den Anstoß zu diesem Projekt gab. Der geerntete Roggen wird zu Mehl vermahlen, zu Friedensbroten, Brötchen die Sie an der Kapelle verkosten können und hin und wieder zu Abendmahloblaten verbacken.

 

Zum Anlass des 25. Jahrestages des Mauerfalls fand im  Oktober 2014 vor der Kapelle der Versöhnung ein großes  europäisches FRIEDENSBROT FEST  statt.

(weitere Informationen dazu finden sie beim Verein Friedensbrot e.V. ).

 

Zwei kurze Filme vom Friedensbrot Fest:

Kurzfilm zum Projekt FriedensBrot
FriedensBrot-Feier an der Kapelle der Versöhnung

 

Wie in den Jahren zuvor, wollen wir Ihnen am Langen Tag der StadtNatur wieder einen Einblick in die Geschichte und die NEUEN Projekte am Ort vorstellen.
Es erwarten Sie am Sonnabend und Sonntag  zwei Führungen mit fachkundigen  Informationen aus der Entstehungsgeschichte, Informationen zum Roggenfeld
- und AKTUELL über den Garten im NiemandsLand

 Ein Projekt der Versöhnungsgemeinde und der Gemeinde am Weinberg hinter der Kapelleer hat sein erstes Gartenjahr hinter sich!
Am einstigen Grenzstreifen wurde nun ein weiterer Teil der früheren Grenzzone der DDR fruchtbar gemacht. Die Fläche hinter der Versöhnungskapelle war nach dem Mauerfall Kompostplatz der Gemeinden St. Elisabeth und Sophien und später eine Brache zwischen Friedhof und Kapelle, Brachland, das zum Elisabeth-Friedhof gehört.
Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte ist heute Grundstückseigentümer und hat dem Projekt der beiden Kirchen-Gemeinden Versöhnung und Am Weinberg das 1000 Quadratmeter großen Areal,  für die Anlage des Garten im „NiemandsLand“, für einen befristeten Zeitraum zur Verfügung gestellt.
Ein Ort der Zusammenkunft der Erholung und des zusammen etwas tuen.
An diesem Ort konkret: in der Erde "wühlen"  Blumen, Gemüse und Kräuter gedeihen und wachsen lassen, die auch die Altäre der beteiligten Kirchen schmücken sollen.
In einem gemeinsamen Projekt haben die Kirchengemeinden (Sophien, St. Elisabeth, Golgatha, Zion  und St. Johannes-Evangelist-Kirche, Heute: AM WEINBERG) und ihre "Nachbarn" also   Am Weinberg und Versöhnung aus dem „Niemandsland“ einen Gemeinschaftsgarten für interessierte Mitglieder aus den Bezirksteilen Wedding und Mitte gemacht. Jeder Hobbygärtner der hier mittuen möchte ist an der Bernauer Straße willkommen - egal, ob Kirchen-Nähe oder kritisch-neugierige Distanz.
Man will hier "dem Todesstreifen wieder Leben abringen", wie Bernd Schumann sagt, der gelernte Obstbauer, „Chefgärtner“, der in der Gemeinde Am Weinberg, beruflich als Sozialpäda-goge arbeitet und hier zusammen mit Pfarrer Thomas Jeutner und anderen Mitstreitern aus beiden Gemeinden an der Organisation, Gestaltung und Aufsicht des von beiden Gemeindekirchenräten beschlossenen Projekts engagiert ist.


Das Areal ist in dem ersten Jahr seines Bestehens nicht nur ein vielbeachteter blühenden Blickfang hinter der Kapelle der Versöhnung an der Gedenkstätte Berliner Mauer, einem der viel besuchten touristischen Plätze Berlins, geworden, ein Ort der Begegnung, wo sich Nachbarn treffen, arbeiten und feiern und so kennenlernen.
Familien unterschiedlicher Herkünfte "grubbern und kompostieren" zusammen an der Nahtstelle zwischen Gesundbrunnen und Mitte.
Gäste der beiden am Projekt beteiligten Kirchengemeinden waren im letzten Jahr schon zahlreich in dem den Gemeinde-garten zu Gast, um ihn als "Rückzugsraum für Gespräche und Begegnungen" zu  nutzen. Auch in diesem Jahr sind etliche kleine Gemeindefeste, Begegnungen, Konzerte und Begegnungen, Konzerte und Gruppenbesuche geplant..

 

 

„Berlin summt und blüht“ Kooperationspartner "Mellifera Berlin"
Sie erhalten von Carlo Wolf-Gersdorff und Moritz Vierboom von der Regionalgruppe Berlin von  Mellifera e.V. , Einblicke in die Stadtimkerei im Garten, Bienen im Naturwabenbau, Blühpflanzen, Wildbienen und eine Honigverkostung

Warré Bienenhaltung

 

BILDER: Archiv der Gemeinde;

 

Roggenfeld und Kapelle in der Gedenkstätte

Foto: Hakon Albers

 

Fotos von der Stadtimkerei:

Carlo Wolf-Gersdorff,  und Mellifera e.V. Regionalgruppe Berlin, C.J. Hörning, sowie http//www.BeeGood.de.

 

Foto: Roggenfeld Foto: Hakon Albers