Der Garten im "NiemandsLand" (15.02.2018)

Der Garten im „NiemandsLand“ ein Projekt der Versöhnungsgemeinde und der Gemeinde am Weinberg hinter der Kapelle der Versöhnung. Hat sein erstes Gartenjahr hinter sich!

Nach dem Roggenfeld rund um die Kapelle der Versöhnung, einem Symbol der der Rückkehr des Lebens in diese ehemalige Todeszone der Berliner Mauer.
Wurde nun ein weiterer Teil der früheren Grenzzone der DDR fruchtbar gemacht. Die Fläche hinter der Versöhnungskapelle war nach dem Mauerfall Kompostplatz der St. Elisabeth und Sophiengemeinde und später eine Brache zwischen Friedhof und Kapelle. Brachland, das zum Elisabeth-Friedhof gehört.

 

Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte ist heute Grund-stückseigentümer und hat dem Projekt der beiden beteiligten Gemeinden das 1000 Quadratmeter großen Areal,  für die Anlage des Garten im „NiemandsLand“, für einen befristeten Zeitraum zur Verfügung gestellt.
Ein Ort der Zusammenkunft der Erholung und des zusammen etwas tuen, hier in der Erde graben Blumen, Gemüse und Kräuter gedeihen und wachsen lassen, die auch die Altäre der beteiligten Kirchen schmücken sollen.
In einem gemeinsamen Projekt haben die Kirchengemeinden (Sophien, St. Elisabeth, Golgatha, Zion und St. Johannes-Evangelist-Kirche, Heute: AM WEINBERG) und ihre "Nachbarn" also Am Weinberg und Versöhnung aus dem „Niemandsland“ einen Gemeinschaftsgarten für interessierte Mitglieder aus den Bezirksteilen Wedding und Mitte gemacht. Jeder Hobbygärtner der hier mittuen möchte ist an der Bernauer Straße willkommen - egal, ob Kirchen-Nähe oder kritisch-neugierige Distanz.
Man will hier "dem Todesstreifen wieder Leben abringen", wie Bernd Schumann sagt, der gelernte Obstbauer, „Chefgärtner“, der in der Gemeinde Am Weinberg, beruflich als Sozialpädagoge arbeitet und hier zusammen mit Pfarrer Thomas Jeutner und anderen Mitstreitern aus beiden Gemeinden an der Organisation, Gestaltung und Aufsicht des von beiden Gemeindekirchenräten beschlossenen Projekts engagiert ist..

Das Areal ist in dem ersten Jahr seines Bestehens nicht nur ein vielbeachteter blühenden Blickfang hinter der Kapelle der Versöhnung an der Gedenkstätte Berliner Mauer, einem der viel besuchten touristischen Plätze Berlins, geworden, ein Ort der Begegnung, wo sich Nachbarn treffen, arbeiten und feiern und so kennen-lernen.
Familien unterschiedlicher Herkünfte grubbern und Kompostieren hier zusammen an der Nahtstelle zwischen Gesundbrunnen und Mitte.
Gäste der beiden am Projekt beteiligten Kirchengemeinden waren im letzten Jahr schon zahlreich in dem den Gemeindegarten zu Gast, um ihn als "Rückzugsraum für Gespräche und Begegnungen" zu  nutzen. Auch in diesem Jahr sind etliche kleine Gemeindefeste, Begegnungen, Konzerte und Gruppenbesuche geplant.

R. Just

 

 

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