Donnerstag, 12. September 19:00 Uhr 

Filmabend in der Kapelle der Versöhnung

 

„Der Stein zum Leben“ (2018, Dokumentarfilm, 1h 19m)

 

Der Stein zum Leben

 

Aufführung des Films von Katinka Zeuner.

 

Im Anschluss Gespräch mit dem Bildhauer Michael Spengler und Hardburg Stolle, Protagonistin.
Michael Spengler lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kapelle der Versöhnung; sein Atelier befindet sich zwischen dem Roggenfeld, dem Elisabethfriedhof und dem Gemeinschaftsgarten NiemandsLand.
 

Eintritt frei. Spenden zur Deckung der Aufführungskosten erbeten.

 

„Ein Zirkuswagen und ein Frachtcontainer dienen dem Steinmetz Michael Spengler als Werkstatt. Hier empfängt er Menschen in Trauer. Gemeinsam gestalten sie Grabsteine, die von den Toten erzählen.

Die Eltern Neustadt haben ihren 2-jährigen Sohn verloren. Im Dialog mit Michael finden sie Worte, die ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Aus Worten werden Material und Form. Der rauschende Atem des Kindes soll sich in einem fragilen Kalkstein widerspiegeln.

Hardburg Stolle ist keine Frau der vielen Worte. Unter Michaels Anleitung schwingt sie beherzt den Hammer, um einen Findling zu spalten und spürt eine Kraft, die lange vergraben war.

Familie Jacob ringt um die Essenz aus dem langen Leben des Großvaters. Der Naturverbundene, Lebemann, Patriarch. Wie sieht ein Objekt aus, dass ihn im Kern trifft?

Michael hilft ihnen über die Grenzen ihrer Vorstellungskraft hinaus. Sensibel begegnet er dem Material und den Menschen und begleitet jede Familie auf eigene Art auf dem oft monatelangen Weg. Schritt für Schritt, Entscheidung für Entscheidung.

Der Film erzählt von diesem mühevollen und intimen Prozess und zeigt wie die Arbeit am Stein den Tod im wahrsten Sinne des Wortes be-greifbarer macht. Die Steine nehmen Form an. Und in den Angehörigen reift ein neues Verhältnis zu ihren Toten - und zum Leben.“

(Aus dem offiziellen Filmmaterial. Mehr Infos, Spieltermine und Material zum Film unter: Der Stein zum Leben)

 

Der Stein zum Leben - Still

 

Theatervorstellungen in der Kapelle der Versöhnung

„Von der langen Reise auf einer heute überhaupt nicht mehr weiten Strecke“

von Henriette Dushe

 

Von der langen Reise

 

mit Gabriele Völsch und Studierenden der Fritz-Kirchhoff-Schauspielschule

Regie: Marcus Staiger

 

Premiere: Donnerstag 5. September 2019 19:00 Uhr

Weitere Aufführungen:

Freitag 6. September 2019 19:00 Uhr

Samstag 7. September 2019 19:00 Uhr

Freitag 13. September 2019 19:00 Uhr

Samstag 14. September 2019 19:00 Uhr

 
Mit anschließendem Publikumsgespräch.

 

Eine Mutter und ihre Kinder erinnern sich an eine Reise

von der man in den Achtziger Jahren

des vergangenen Jahrhunderts nicht wusste

ob sie stattfindet, wann sie stattfindet,

wie lange sie dauert und ob sie ihr Ziel erreicht.

„Rechtswidriges Ersuchen“, kurz RWE wurde der

Ausreiseantrag in der ehemaligen DDR genannt.

Trotz genauester Planung,

trotz größtmöglicher Genauigkeit,

trotz Verschwiegenheit in der Berufswelt

und in der Schule:

Die Reise in die „neue Lebensrealität“ gelingt -

und gelingt gleichzeitig nicht.

 

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

 

Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße 4, 10115 Berlin

 

Informationen: Tel: 030/ 463 60 34 (mit Anrufbeantworter)

 

Mit freundlicher Unterstützung der

Hoffnungstaler Stiftung Lobetal Bethel

und der

Stiftung Berliner Mauer.