KUNSTPROJEKT "BERLINER KRÄHEN"

05.09.2017

Mittwoch 06. September
16.00 Uhr Eröffnung


 

Ausstellung 06.09.-24.09.2017

KUNSTPROJEKT 
BERLINER KRÄHEN


Temporäre Kunstaktion von
Maria und Natalia Petschatnikov

BERLINER KRÄHEN

Eine Installation von Maria und Natalia Petschatnikov  06.09. – 24.09.2017

 

 

Krähen sind hochintelligente und grazile Vögel, sie sind omnipräsent im Alltag der Berliner Bevölkerung - doch nur wenigen ist ihre besondere Bedeutung  innerhalb  der Geschichte der Berliner Mauer bekannt. Zahlreiche Tiere lebten an der Grenze der geteilten Welt. Jeden  Morgen  und Abend wiederholte sich hier ein besonderes Schauspiel: Die Tiere suchten den Todesstreifen auf und versammelten sich, bevor sie zu ihren Futterplätzen den Westmüllkippen im Berliner Umland und damit in der DDR aufbrachen und am Abend zurückzukehren zu ihren Schlafplätzen in den umliegenden Parkanlagen. Sie wurden zu eine Symbol der Mauer. Die schwarz-grauen Vögel sind als "russische Krähen" bekannt, die schwarzen Nebelkrähen kommen aus Westeuropa. Nur im Berliner Raum treffen beide aufeinander. Die Künstlerinnen Natalia und Maria Petschatnikov erinnern mit einer Kunstinstallation daran. Erneut wird ein Krähenschwarm im ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer verweilen. Die Krähen-Skulpturen wurden von Schulkindern, Bewohnern eines Senioren-Wohnprojektes, Gemeindemitgliedern, Künstlern und interessierten Workshop-Teilnehmenden aus der ganzen Welt bemalt.

 

Eine weitere Krähen-Skulpturengruppe ergänzt die Ausstellung im Besucherzentrum,

Bernauer Straße 119, 1 Stock

 

Die Zwillinge Maria & Natalia Petschatnikov wurden 1973 in Leningrad geboren. Sie arbeiten als künstlerisches Duo in den Grenz-Bereichen Malerei und Installation. Die Petschatnikovs setzen sich mit dem Allgegenwärtigen und scheinbar Nebensächlichen auseinander. Mit Fantasie, Witz und Hintergründigkeit werden dem Alltag überraschend neue Perspektiven entlockt.

Maria & Natalia haben ihre Werke Europaweit ausgestellt und sind Empfängerinnen verschiedener internationaler Stipendien und Preisen. Seit 2009 leben sie in Berlin.

  


Ab Mittwoch, dem 6. September, wird die Installation von "Tausend Krähen" auf dem abgeernteten Roggenfeld an der Kapelle der Versöhnung im Rahmen eines Kunstprojektes gezeigt.

Auf Antrag der  Versöhnungsgemeinde konnte das Kunstprojekt im Rahmen der Nachbarschaftsförderung vom   Quartiersmanagement Gesundbrunnen unterstützt werden.
Initiatoreninnen sind die beiden in Berlin lebenden Künstlerinnen
Maria und Natalia Petschatnikov.

 

PROGRAMM 

Begrüßung: Rainer Just ( Ev. Versöhnungsgemeinde),
Natalia und Maria Petschatnikov (Künstlerinnen)

 
Musikalischer Anklang 1:

Hildegard von Bingen Karitas Habundat

Normisa Pereira da Silva, Flöte und die  Wassermusik (zum mitmachen)
 

Zur Bedeutung der Krähen:

Dr. Tobias Rahde, (Kurator und wissenschaftliche Mitarbeiter im Zoologischen Garten
Historische Einordnung:
Dr. Gerhardt Sälter (Stiftung Berliner Mauer)


Musikalischer Anklang 2:

Hildegard von Bingen O Virtus Sapientiae

Normisa Pereira da Silva, Flöte Stimme +Patschik

begleitet uns zur anderen Hälfte des Feldes

 

anschließend Getränk und Imbiss (Roggenbrötchen vom Feld) im Wandelgangder Kapelle,

Eine fotografische Dokumentation der Workshops-Reihe, die in 2017 in der Kapelle der Versöhnung, im Atelier der Künstlerinnen in Berlin - Mitte, im Sophia Senioren-Wohnprojekt und in St.Petersburg stattgefunden haben.

 

In Kooperation: Gedenkstätte Berliner Mauer / Evangelische Versöhnungsgemeinde / QM BrunnenviertelAckertsrasse